Stadtbummel: Kölsch, Kirche, Kunst

DACH+HOLZ Köln 2010 Zimmererklatsch

Der Kölner Dom diente 2012 als Kulisse für den Zimmerer-Klatsch. Die 12.000 Quadratmeter Dachfläche ist mit großen Bleiplatten gedeckt. Bild: BAUEN MIT HOLZ

Nach einem Besuch der DACH+HOLZ International trennt nur noch der Rhein das Messegelände von der Altstadt. Und hier erlebt der Besucher beim Bummeln durch die Straßen und Gässchen Kölns eine über 2000-jährige Geschichte.      Idealer Ausgangspunkt für eine kleine Entdeckungstour ist die so genannte Archäologische Zone am Heumarkt. An diesem Ort vereinen sich zwei Jahrtausende Stadtgeschichte. Dieser Platz war von den Römern besiedelt und einst lag hier das jüdische Zentrum. So stießen Archäologen erst kürzlich auf die Fundamente der ältesten Synagoge nördlich der Alpen.

Was wäre die Stadt Köln ohne ihre Kirchen. Neben den über das Stadtgebiet verteilten zwölf romanischen Kirchen ist der Kölner Dom Sankt Peter und Maria das Wahrzeichen schlechthin. 1996 wurde er in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Im Jahr 1248 begann der Bau der imposanten Kathedrale. Innen beherbergt der Dom einen besonderen Schatz, die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Besonderes Augenmerk verdient auch das von Gerhard Richter gestaltete Glasfenster aus über 11.000 bunten Glasquadraten. Auch ein näherer Blick auf das Dach des Doms lohnt sich. Schließlich beträgt die Dachfläche gut 12.000 Quadratmeter, die mit großen Bleiplatten gedeckt ist. Und hat man die rund 500 Treppenstufen bis in den Turm bewältigt, belohnt der Panoramablick über die rheinische Metropole die Anstrengung. Eine weitere Möglichkeit Köln aus der Vogelperspektive zu erleben, ist die Kölner Seilbahn. Seit über 50 Jahren schwebt sie über den Rhein. Die Seilbahnstation liegt direkt neben dem Messegelände.

Wie alte und moderne Architektur harmonieren, zeigt das Erzbistum Köln. Für deren Kolumba Kunstmuseum verpflichtete es den Architekten und Pritzker-Preisträger Peter Zumthor. Sein Gebäude integriert Überreste der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kolumba-Kirche in einen modernen, fugenlosen Bau aus eigens entwickeltem Backstein. Neben diesem neuen architektonischen Hingucker entstanden in Köln weitere interessante Bauten wie das „Weltstadthaus“, in dem Peek & Cloppenburg untergebracht ist, von Renzo Piano. Das Besondere: Durch die Glashülle sind die dahinter liegenden Holzlamellen sichtbar. Ein komplett neues Wohn-, Ausgeh- und Büroviertel entstand hingegen im Rheinauhafen – in Sichtweite der Hohenzollernbrücke.

Neben Kirchen, Museen (unter anderem das Museum Ludwig mit Bildern von Gerhard Richter sowie Fotos von Man Ray) und Architektur ist die Domstadt jedoch auch für ihr Bier, das Kölsch, bekannt. In zahlreichen Kneipen wird das Bier in so genannten Kölner Stangen (0,2 Liter) ausgeschenkt. Zu den urigsten Kneipen zählen „Das Lommerzheim“ (Siegesstraße 18, Köln-Deutz) und „Der Klimperkasten“ (Alter Markt 50-52, Köln-Altstadt).